Von Spielergebnissen und anderen Dingen

Die 3. Herrenmannschaft Dörpens durchläuft gerade eine Negativserie. Zu Hause beim Spiel gegen Neulehe wurde man vor gefühlten 45 nicht zahlenden Zuschauern mit 1:5 besiegt. Ein Spielstand, der vor allem in der ersten Halbzeit verdient wurde. Die Spieler wirkten hier wenig konzentriert und kaum durchsetzungsfähig. Gerüchten zur Folge wurden sie durch den chromatischen Glanz der an der Rückseite der Tribüne angebrachten Urinalrinne (im Volksmund auch “Pissrinne” genannt) im untergehenden Sonnenlicht des Sportparks so geblendet, dass das Spiel förmlich an ihnen vorbei floss. Genauso wie sich der ihr zugeführte Urin durch den nicht vorhandenen Abfluss auf das Trittoir des Sportparks ergoss. Das Spiel drohte zwischenzeitlich unter den tosenden Fluten des Gelben Flusses zu versinken.  Ein weiterer Grund für die Niederlage könnte ebenfalls in der Rundumbandierung des zweiten Platzes liegen, die unter erheblichem zeitlichen Aufwand an den Vortagen angebracht worden war. Sobald genug Sponsoren gefunden werden, kann auch das Anbringen der Werbung beginnen.  Fazit: Sportplatz neu, Fans gut, keine Punkte.

Oder um einen für seine stets eloquenten Sentenzen bekannten Spieler Dörpens zu zitieren:  “Lieber 5:1 verlieren als in Neulehe wohnen.” Mit diesem fußballersichen Bonmot der Spitzenklasse hat er sich endgültig in die erlesene Riege der Fußballphilosophen von größtem Format eingereiht: Lothar Matthäus, Lukas Podolski, Peter Neururer und ein kleiner emsländischer Jungspund mit roten Haaren bilden nun das who-is-who der angewandten Fußballlogik.

Eine neue Woche, ein weiteres Spiel. Diesmal auswärts. Diesmal gegen Rastdorf/Vrees. Und genau wie der Name des Spielorts kam auch Dörpen zum Spielbeginn. Rastend. Nur so lassen sich die zwei Gegentreffer in den ersten 3 Minuten erklären. In der Folgezeit begann Rastdorf ebenfalls zu rasten, während Dörpen das notwendige ausrasten vermissen ließ, um dem Spiel noch eine Wendung zu verleihen. Ein höherer Gang schien einfach nicht einrasten zu wollen. Außer Vreesen nicht gewesen.

So ist Fußball. Manchmal gewinnt der Bessere.

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