Aber bitte mit SANE

Heute schauen wir bei den 11 Thekenfreunden mal über den Tellerrand der Kreisklasse hinweg und widmen uns dem allgegenwärtigem Thema Nationalmannschaft.

Es war am Montag abend, kurz vor 18 Uhr. Mein Handy vibriert. Ich sitze noch im Meeting im Büro,  schaue nur aufs Display und sehe, dass Marcus anruft. Es muss etwas passiert sein – nichts schlimmes, aber etwas, das mit Fußball zu tun hat. Marcus ist ein langjähriger Freund aus hoch alkoholischen Studententagen und nebenbei ein bekannter Fußballgegner aus Jugendzeiten. Lange Zeit kickte Marcus beim SV Surwold und ordnete da zunächst das defensive Mittelfeld, später die Abwehrreihen. Keinesfalls der Typ Pferdelunge, dann schon eher mit Auge und viel Spielverstand. Dieser Spielverstand machte ihn auch zu einem guten Trainer und einem wahren Fußballanalysten.

Warum erzähle ich das alles? Nun, wenn Marcus anruft, geht es fußballerisch ans Eingemachte. Ich freute mich, denn schon lange hatten wir zwei nicht mehr über Fußball philosophiert. Das Thema des Anrufs war mir schnell klar. Daher rief ich eine Stunde später aus dem Auto zurück und meldete mich unter falschen Namen: „Leroy Sane?“ Treffer! Marcus legte gleich los. Aber im Gegensatz zu allen Stammtisch-Analysten und Kiosk-Philosophen hatte Marcus die Fakten auf seiner Seite. Die Argumente waren wie immer stichhaltig und mit Kickernoten zementiert. Leroy hätte mitfahren müssen, da waren wir uns beide einig. Aber das war ja noch nicht alles. Der Reihe nach sezierten wir den Kader von hinten nach vorne. Klar, der Manuel Neuer ist ein super Torwart, aber die Spielpraxis? Immer ein Thema, das weiß jeder, schon mal Ligafußball gespielt hat. Da rutscht die Pille schon mal vom Schlappen. Und dann noch die Argumentation, dass Spielpraxis zählt und Trapp deshalb nicht mitfährt. Seltsame Argumentation unseres Herrn Bundestrainers.

Die Abwehr war ansonsten schnell abgehakt. Nur auf den Außenpositionen fehlt es uns an Alternativen. Ginter ist es unserer Meinung nach nicht. Das defensive Mittelfeld ist dafür mehr als überbelegt. Gesetzt ist für uns nur einer: Marcus schwärmt wie schon vor 10 Jahren von Kroos. Er hat den Bayern nie verziehen, den jungen Toni damals nach Spanien ziehen zu lassen. Ein dicker Riss in der bajuwarischen Fanfassade. Marcus hadert seitdem mehr denn je mit dem Dasein als Bayernfan, aber zu Werder konnte ich ihn trotzdem nicht überreden. Ansonsten Kedhira, Gündogan undsoweiter – alles ok, aber viel Defensives.

Aber zurück zum defensiven Mittelfeld: Hier zeigt sich wieder mal, dass allein ein laufender Vertrag bei den Bayern die Eintrittskarte zu großen Turnieren ist. Wie sonst lässt sich die Nominierung von Sebastian Rudy erklären, der ja mehr oder weniger von Don Jupp aussortiert wurde. Offensiv könnte Jogi eigentlich aus dem Vollen schöpfen, aber das Volle erscheint Marcus und mir halbleer. Wir beide hoffen, dass Reus fit bleibt und malen uns aus, wie es wäre, dass Sane mit ihm zusammen brilliert. Aber nein! Passt nicht ins System. Wir verstehen es nicht und natürlich erweckt es den Eindruck, dass Jogi mehr auf die Typen schaut als nur auf fußballerische Qualitäten. Keine Frage – er ist näher dran und er wird sich die Gedanken gemacht haben. Und trotzdem: Niemals hätten wir früher den pfeilschnellen Norbert H. bei Blau-Weiß aus dem Kader gestrichen, nur weil er am Vorabend ordentlich gefeiert hatte. Der Mann konnte was und das war es, was zählte.

Nun, es wäre nicht das erste Mal, dass abstruse Gedankengänge des schwäbischen Bundestrainers den Fan in den Wahnsinn treiben. Marcus schiebt gekonnt die Story mit Philip Lahm bei der letzten WM ein. Dabei dankte er nochmal dem Fußballgott, dass Mustafi sich verletzte und Jogi dadurch wirklich keine andere Wahl mehr hatte als Lahm auf den ihm bekannten Flügel zu stellen. Von dort an lief es rund und der Rest ist Geschichte.

Im Stakkato hat mir Marcus übrigens noch Alternativspieler aufgezählt, die unsere Nationalfönwelle vergessen hat. Ich bin beeindruckt. Warum ist Marcus eigentlich nicht Bundestrainer. Ich würde es gut finden.

Und was bleibt uns jetzt. Die letzten Vorbereitungsspiele haben unsere pessimistische Meinung eher noch bestärkt. Aber das ist bei der Nationalmannschaft vor großen Turnieren nicht neu. Und wenn gar nichts hilft, kommt das Zweckoptmimismus-Argument schlechthin: Wir sind eine Turniermannschaft! Was ist das überhaupt? Eine Turniermannschaft! Mich nervt das total, aber alle Verfechter dieser Theorie bekommen Rückenwind seitens der Statistik.

Von daher bleiben wir guter Dinge und freuen uns auf die WM. Jogi wird’s schon machen. Und wenn nicht: Dann haben es wieder mal alle 82 Mio. Pseudo-Bundestrainer von Anfang an besser gewusst. Ich möchte auch nicht tauschen mit Jogi und verstehe nun, warum Marcus  doch kein Bundestrainer geworden ist.

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Dörper Bollwerke – Verteidiger der besonderen Art!

Zum letztjährigen Schützenfest haben wir die Dörper Ballermänner gewürdigt. Dieses Jahr heißt es: „Antreten zur Verteidigung!“. Die Abwehrrecken sind dran. Als Redaktionshistoriker möchte ich natürlich ein wenig zurückblicken und gehe zurück bis in die späten 80er. Es war die Zeit der klassischen Liberos. Klaus Augenthaler war eine Gallionsfigur der deutschen Abwehr und füllte die Rolle des Fünfers über Jahre mit Bravour aus. Ausgestattet mit viel Ruhe, Übersicht und einer Schusstechnik, die präzise Pässe über den ganzen Platz erlaubten.

Genauso sah es jahrelang auch bei den Blau-Weißen aus. Mambo war unsere Nummer 5 in den späten 80ern. Eine Kombination, die schon lange vor Lou Bega im Emsland Ruhm und Anerkennung erlangte. „Ein Typ wie ein Baum“ würde ihm nicht gerecht werden. Mambos Statur war für jedes Trikot ein echter Stresstest. Eine Kante mit häufig grimmiger Mimik und Nackenmatte – in der Wrestlingszene wäre Mambo sicher nicht aufgefallen. Aber das ist auch alles, was Mambo mit Wrestlern gemein hat. Mambo hatte eine Schussgewalt, die man im Emsland danach nur noch bei Helmut Schulte aus Dersum oder Martin van der Pütten bewundern konnte. Verließ der Ball seinen Fuß, war Alarm beim Gegner angesagt. Angefangen hat Mambo daher folgerichtig als Stürmer, erst später zog es ihn in die letzte Reihe. Dort war er als Bälleverteiler und die ordnende Kraft gefragt, weniger als Dauerläufer. Seinen äußerst reduzierten Laufradius machte er durch perfektes Stellungsspiel jedoch locker wett.

Die Nachfolge von Mambo trat wenig später Barnie Niemann an. Wir hatten Barnie schon an anderer Stelle bei den 11 Thekenfreunden gewürdigt, aber in der Reihe herausragender Dörper Verteidiger darf er nicht fehlen. Sein Format und die Spielweise ähnelten die von Mambo sehr. Auch Barnie hat sich mehr aufs Bälle verteilen als auf das Hinterherrennen des Balles konzentriert. Noch seltener als Mambo überquerte er die Mittelinie, aber hinten ließ er kaum mal etwas anbrennen und leitete die Dörper Angriffe aus dem eigenen 16er gekonnt ein.

 

Als die Liberos laufen lernten
Mitte der Neunziger wurde der Fußball moderner und die Spielweise der Liberos änderte sich. Nun waren Spielertypen gefragt, die die letzte Reihe gerne mal verließen und das Spiel nach vorne aktiver steuerten. Diese Fußballer hatten ein deutlich höheres Laufpensum und zeichneten sich sogar durch Torgefahr aus. Zwei dieser Liberos will ich heute hervorheben. Einer ist Uwe Wolters (der ältere). Nicht zu verwechseln mit dem jüngeren blonden Uwe Wolters, der erst in den 2000ern zur 1. Herren stieß. Uwe hatte im Grunde schon alle Positionen durch und wurde von jedem Trainer anders eingesetzt. Ich persönlich habe ihn am liebsten ganz hinten gesehen. Uwe war technisch versiert, verfügte über gutes taktisches Verständnis, Torgefahr und Schnelligkeit. Vielmehr war er aber Antreiber. Ein Typ wie Stefan Effenberg. Wenn es nicht lief im Spiel, brüllte er zunächst die eigenen Kollegen zusammen, schnappte sich dann den Ball und startete ein Solo durch die gegnerischen Reihen. Wenn es sein musste, gab es auch mal ein heftiges Foul an der Mittellinie – nur um zu zeigen, wer Chef auf dem Platz war. Er war der Chef, keine Frage. Er verkörperte einen Leadertypen, der später vielen jungen Spielern als Vorbild galt, unter anderem Matthias Sammer.

Etwas weniger verhaltensauffällig, dafür aber noch spielstärker war Bogdan Tudose. Eine Statur wie ein C-Jugendspieler, aber eine Eleganz und Ballbeherrschung wie Zinedine Zidane. Bodgan hat als letzter Mann die gegnerischen Stürmer mit schnellen Körpertäuschungen nur allzu oft ins Leere laufen lassen. Er war spielerisch in Dörpen sicher ein bis zwei Klassen zu tief unterwegs, aber es machte ihm Spaß. Er war im Grunde auch überall auf dem Platz zu finden. Nur Spieler wie Norbert Haschi Haskamp oder Frank „Murphy“ Wacker hatten nach 90 Minuten mehr Kilometer auf dem Tacho.

Die „Eisenfüße“
Wenn wir Abwehr-Bollwerken sprechen, dürfen wir natürlich die klassischen Manndecker nicht vergessen. Auch hier sieht man in den 90ern und 2000ern einen Wandel der Spielertypen. Als ich zur 1. Herren gestoßen bin, regierten die wirklich harten Typen die Innenverteidigung: Klaus „Zeilo“ Bernzen oder Bernd „Bebo“ Bohse. Beide waren sicherlich nichts für Fußballästheten, aber sie waren immer zur Stelle, wenn es darum ging, das eigene Tor mit aller Macht zu verteidigen. Zeilo war mit einer Pferdelunge ausgestattet und hat den Begriff Manndeckung immer sehr wörtlich genommen. Seine Gegenspieler hat er bis weit in die eigene Hälfte verfolgt und sie vielfach auch zermürbt. Das als Folge seiner Spielinterpretation auch immer wieder gelbe Karten im Spiel waren, soll nicht unerwähnt bleiben. Bernd Bohse bleibt mir bis heute in Erinnerung. Es war bei einem Hallenturnier, bei dem er den Ball vom eigenen Tor aus so stramm auf die erhöht liegende Tribüne schoss, dass man von Glück reden muss, dass weder Mensch noch Material zu Schaden kamen. Sein damaliger Kommentar: „Hinten kein Klein-Klein, sondern schneller klären!“ Nun gut, die Halle als Spielfeld war für ihn einfach zu begrenzt. Draußen aber war er als Innenverteidiger weitaus besser aufgehoben. Eiserner Wille, extremer Kampfgeist und kein Zweikampf, der vorzeitig aufgegeben wurde. Bebo hat seine gelben Karten aber häufiger als Folge von Meckerei als durch unfaire Foulspiele erhalten. Man kann ihn vielleicht ganz treffend mit Uli Borowka vergleichen.

Die nächste Generation war dann schon etwas athletischer unterwegs. Es war das Dörper Duo Hermann Wiebeziek und Frank „Murphy“ Wacker. Hermann war ein Innenverteidiger, wie er im Buche steht: der Per Mertesacker aus dem Emsland: Baumlang, eisenhart, aber immer sehr freundlich und sympathisch. Eine Frohnatur, auf dem Platz und auch in der dritten Halbzeit. Man mochte Hermann einfach, zumindest wenn man nicht gegen ihn spielen musste. Er grätschte alles ab und weg, was in den 16er eindringen wollte und war daher ein Garant für die 0, die hinten stehen sollte. Für den Spielaufbau war Hermann weniger geeignet. Legendär das Zitat des damaligen Trainers Herbert J., der nach einer knappen Niederlage wutentbrannt in die Kabine trat und brüllte: „Wie oft habe ich gesagt: Spielt Hermann hinten nicht an! Der kann solche Bälle doch nicht verarbeiten!“. Zuvor landete ein etwas knapper Rückpass bei Hermann. Der gegnerische Stürmer hielt Pressing in der Situation für eine gute Idee und den Rest kann sich jeder denken. Hermann selber war keineswegs sauer oder beleidigt. Er lachte und stand beim nächsten Spiel natürlich wieder seinen Mann. Ein toller Typ.

Neben ihm glänzte Murphy Wacker. Denkt man an Murphy, fallen einem 2 Eigenschaften ein: Rennen bis zum Umfallen und Kopfbälle in einer Höhe, die ich selber nicht mal mit Trittleiter erreicht hätte. Murphy war ein solider Arbeiter, der seinen Job hinten fair und unspektakulär ausübte. Er war aber der erste Innenverteidiger meiner Zeit, der vorne Akzente setzte. Bei jeder Ecke schlich sich Murphy in den gegnerischen 16er und konnte das ein oder andere Tor erzielen. Seine Kopfballstärke war wirklich enorm.

 

Die spielstarken Verteidiger

Zu guter letzt folgt noch ein Verteidiger-Duo, dass in Sachen Spielstärke und Technik seines Gleichen suchte, zumindest in der damaligen Emslandliga. Jan Spiller und Marian Grade. Jan kam aus Papenburg zu uns, war gelernter Mittelfeldspieler und konnte wirklich mit dem Ball umgehen. Aufgrund seiner Bodybuilder-Statur -  seine Oberschenkel hätten Roberto Carlos vor Neid erblassen lassen –  hat Walter Rusche ihn in die Innenverteidigung gesteckt und dort spielte er großartig auf. Er war ein Schalk, ein Witzbold, der seine Gegner auch mal mit Tunnelattacken provozierte. Diese aufreizende Spielart fanden seine Trainer nicht immer spaßig, aber Jan war das egal. Er war Spaßfußballer und harter Arbeiter zugleich. Neben ihm stand mit Marian ein sehr junger Spieler, der aus der eigenen Dörper Jugend kam und in Sachen Eleganz gut und gerne mit Kalle Förster verglichen werden kann. Marian war schnell und zweikampfstark, aber im Vergleich zu allen genannten Verteidigern sicher der introvertierteste, ruhigste und unauffälligste Spieler. Im Duo mit Jan waren die Rollen daher klar verteilt und die beiden ergänzten sich optimal.

Man kann die Reihe der Abwehr noch um viele weitere Spieler weiterführen, doch an dieser Stelle endet meine persönliche Hitliste der harten Knochen aus Dörpen. Mit allen außer Mambo habe ich zusammen gespielt und das war immer ein großes Vergnügen. Falls eurer Meinung nach wichtige Dörper Verteidigerpersönlichkeiten fehlen, teilt es uns mit. Unten ist genug Platz für Kommentare. Euch allen ein schönes Schützenfest

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Fluktuatio Praecox

Oh nein, nicht schon wieder…

Es ist mal wieder frühzeitig passiert. Der Trainer des renomierten Bezirksligisten B.W. Dörpen ist aus dem Leb…äh…Amt geschieden. Doch wen juckt es mittlerweile noch?  Wenn man die jüngere Vergangenheit betrachtet war es schon das 4. Trainergespann seit 2013. Die Gründe für die Fluktuation sind vielfältig. Wahrscheinlich zu hohe Ambitionen von zu vielen Leuten mit zu wenig Ahnung, gepaart mit der versuchten Einmischung  aus zu vielen Seiten sorgen nicht nur bei den Übungsleitern für Stirnrunzeln. “Katastrophale Arbeitsbedingungen für n’ Appel und n’ Ei.” wird ein aufgebrachter Fan zitiert.

Doch was muss passieren,  damit man nicht endet wie ein Klub mit ähnlichen Strukturen 280 km weiter östlich? Eine Möglichkeit: Die Ausgliederung aller bekennender HSV Fans zu benachbarten Vereinen. Da Ihnen Fachkompetenz im  Fußballsport eh nie zu teil wurde, halten sie die derzeit herrschenden Zustände für normal und träumen weiter vom kurzfristigen Einzug Dörpens in den Europapokal…und der Pilot dreht um und fliegt zurück…Wahrscheinlichkeit: 9%

Was für Optionen bleiben also? Die 11Thekenfreunde meinen: Einen verdienten Ehemaligen aus Dörpen zum Trainer machen, Talente halten und fördern und scheiß auf Landesliga…und an die Rautenfans…auch auf den Europapokal. Wahrscheinlichkeit: 5%

Die wahrscheinlichste Möglichkeit wurde jedoch schon vor Jahren in einem Interview im Rahmen einer seriösen Dokumentation auf RTL2 prophezeit. Der Brancheninsider und Schalke-Fan Andreas prognostizierte schon damals: “Das bleibt alles so wie’s hier ist!” Wahrscheinlichkeit: 90%

Na dann man auf die nächsten vier Trainer…

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Der Blau-Weiße Center Court!

Schon während meines Studiums staunten die Kommilitonen aus dem Ruhrgebiet nicht schlecht, wenn ich davon erzählte, dass mein Heimatverein über mindestens 5 Rasenplätze verfügt, darunter ein Doppelplatz mit Flutlicht. Den meisten Kickern aus dem Pott schossen dann die Tränen in die Augen, denn neben ein bisschen Neid musste jeder an die vielen Schürfwunden denken, die der lokale Ascheplatz ihnen zugefügt hatte.

Für einen Emsländer waren Rasenplätze natürlich das Normalste der Welt – und doch gab es in Dörpen eine Besonderheit: der Hauptplatz! Im Tennis würde man es Center Court nennen und die Begrifflichkeit passt meiner Meinung nach ganz gut. Ein Rasen wie ein Teppich, der in Dörpen allerdings auf mindestens 2 m aufgefüllten Mutterboden gebettet wurde und damit den Schwarzerdeböden der ukrainischen Südküste sehr nahe kamen. Leider fällt im Emsland deutlich mehr Regen als am Schwarzen Meer, so dass der schwere Boden meistens sehr nass und tief war.

Auf dem heiligen Rasen durften in der Regel aber ohnehin nur die Kicker der 1. Herren antreten. In meiner Jugend habe ich daher auf dem Center Court mehr rot-weißes Flatterband als Fußbälle gesehen. Ich selber durfte dennoch bereits zu A-Jugendzeiten hier und da auf dem Hauptplatz spielen und es war immer etwas Besonderes.

Auch rundherum wurde alles dafür getan, das Aushängeschild des Dörper Sportparks aufzuwerten. Nach dem Umbau der Tribüne folgte irgendwann Ende der 80er Jahre eine nagelneue Tartanbahn. Zu dieser Zeit verfügte die Leichtathletikabteilung der Blau-Weißen unter dem Vereinsnamen LG Emstal über sehr erfolgreiche Sportler und Sportlerinnen. Die Bahn wurde sehr häufig genutzt, auch für  überregionale Wettkämpfe. Da waren Kreisliga-Fußballer natürlich ein Störfaktor. Es dauerte nicht lange, bis der damalige Leichtathletik-Papst Hermann Albers die Tartanbahn heilig gesprochen hatte. Im Grunde hieß das, dass ein einfaches Betreten der Bahn unter Beobachtung der Leichtathletiktrainer sogleich mit einer Bewährungsstrafe geahndet wurde. Stollenschuhe mit Rasenresten führten demnach natürlich direkt zum Vereinsausschluss.

In der logischen Konsequenz wurden dann die neu angeschafften Trainerbänke für die Fußballer auch nicht auf das rote Oval gestellt, sondern direkt an den Spielfeldrand – also direkt zwischen Außenlinie und Laufbahn. Das ging auch tatsächlich recht lange gut, aber irgendwann kam es dann doch, wie es kommen musste. Bei einem Spiel der Dörper A-Jugend gegen Blau-Weiß Papenburg wurde ein hoher Ball auf den Flügel gespielt. Ein Spieler der Dörper sprintet neben seinem Gegenspieler dem hohen Ball hinterher und erkennt zu spät, dass die Trainerbank – immerhin keine 10 cm von der Seitenlinie entfernt -  den Weg versperrt. Im Vollsprint rammt der junge Flügelspieler den rechten Alu-Rahmen und bleibt danach für einige Minuten bewusstlos liegen. Warum weiß ich das so genau? Nun, ich selber war der blinde Fußballer, der die Augen nur auf den Ball gerichtet hatte und der Trainerbank daher keine große Schuld geben kann.

Als ich wieder aufwachte, sah ich in die Augen unseres damaligen Betreuers Heiner F., der die Situation mit einem typischen „Oh, Düwel“ kommentierte und kurze Zeit später seinen Opel Kadett Kombi zum Rettungswagen umfunktionierte und natürlich gekonnt auf der Tartanbahn parkte. Nur einem Zufall ist es zu verdanken, dass keine Vertreter der Leichtathleten vor Ort waren. Die Situation wäre sicher eskaliert.

Zum Glück trug ich keine schwierigen Verletzungen davon. Mein Gesicht, Schulter und Arm waren ordentlich geprellt und bunt gefärbt, aber es hätte schlimmer kommen können. Beim nächsten Besuch des Center Courts standen die Trainerbänke übrigens nicht mehr an der Seitenlinie, sondern akkurat in die Außenbande integriert, natürlich hinter der Tartanbahn.

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Stille Helden des Vereins Teil 1: Bernd von Hebel

In dieser neu-geschaffenen Rubrik wollen wir die stillen Helden adeln, die sich immer in den Dienst des Vereins gestellt haben, ohne dabei einen Platz an der Sonne einzufordern. Die Personen, die sich meist in der Jugendabteilung tummeln und einfach Spaß haben, die jungen Spieler zu umsorgen. Sei es durch administrative Aufgaben, durch Fahrten zu Spielen oder durch sonstige Tätigkeiten im Hintergrund.

Bernd von Hebel rechts und BW's erster Vorsitzender Heinz Panjer link (Bildrechte BW Dörpen)

BW’s erster Vorsitzender Heinz Panjer & Bernd von Hebel von links nach rechts (Bildrechte: BW Dörpen)

Eine Person, die meine Jugendzeit zu Großteilen begleitet hat, war Bernd von Hebel. Verlässlich wie die ein Uhrwerk hat Bernd in diversen Positionen für den Verein gearbeitet, zuletzt als Co-Trainer der zweiten Herren. Völlig verdient hat er 2011 die silberne Ehrennadel des Vereins für besondere Verdienste erhalten.  Bernd war stets um uns Spieler bemüht, hat vermutlich 10 Stunden pro Woche für uns pickeligen Trottel geopfert und ist in spannende Orte wie Vrees oder Breddenberg mit uns gefahren. Alles nur, damit wir unserem Spaß und Hobbie nachgehen können und im Verein lernen, was wichtig im Leben ist: Zusammenhalt. Bernd war auch lange Zeit für die Vereins-Bullis zuständig, ja, auch für den SV-70, hat deren Zustand- und das Fahrtenbuch geprüft und oft – daran erinnere ich mich noch gut – über die zurückgebliebenen Kippen und Bierflaschen geschimpft, die er dann beseitigen musste.

Wir haben zahlreiche Erfolge gefeiert, aber auch Abstiege betrauert. Aber einer wie Bernd, stand uns immer mit Rat und Tat zur Seite, hat uns aufgebaut, aber auch mal zusammengefaltet.

Jetzt, wo das Hirn final eine Art Erwachsenheit erreicht hat, lernt man genau diese Personen noch mehr zu schätzen. Die Personen, die einen Großteil der begrenzten Freizeit opfern, damit wir unserem Spaß nachgehen können.

Dir wollen wir als 11Thekenfreunde einfach mal „Danke“ sagen, lieber Bernd. Wir wissen Deinen Einsatz für BW Dörpen sehr zu schätzen und jeder unserer Truppe wird Dir beim nächsten Treffen ansatzlos einen ausgeben!

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Blau-Weiß im Niemann’s Land

Im Kreisligafußball sind sie keine Seltenheit: Die Fußball-Dynastien! Familien, deren Söhne und Cousins die meisten Stammplätze einer Mannschaft sichern. So sprach man zum Beispiel noch vor meiner aktiven Zeit in Wippingen von der legendären Rosen-Elf, in der die Rosen-Brüder fast die komplette Startelf ausgemacht haben. In Neubörger musste man nur die Namen Kossen und Langen auf den Spielbogen schreiben und die halbe Aufstellung war fertig. Das gleiche galt in Heede für die Namen Mauer und Andrees.

Und in Dörpen? Da muss schon länger suchen. Klar, es gab schon Familienkicker, zum Beispiel die Wiebezieks, Dickebohms oder die Bojers. Zu meiner aktiven Zeit in den 90ern sticht aber eine Familie besonders hervor: Die Niemanns oder besser gesagt: „Thies Franz siene“. Barnie, TC und Snalle prägten den Dörper Fußball wie keine zweite Brüderbande.

Bernd ist der älteste und so etwas wie der Ehrenspielführer von Blau-Weiß. Hätte es damals noch keine Abschiedsspiele für legendäre Spieler gegeben, man hätte sie für Barnie erfunden. Es war so etwas wie der letzte echte Libero, der hinten immer tief stehend die Abwehr organisierte, oftmals sehr lautstark. Das hatte er von seinem Vater geerbt, der abseits des Platzes auf den Rängen mit lauten Kommentaren auf sich aufmerksam machte. Bernd war nicht der schnellste, überzeugte aber durch unglaubliches Stellungsspiel und einem rechten Hammer, der den gegnerischen Torwart erzittern ließ. Zum Glück für ihn traute sich Barnie jedoch selten über die Mittellinie. Neben dem Platz war Barnie ganz Gentleman und viel selten in der dritten Halbzeit auf. Er war der Käpt’n und damit ein Vorbild und eine Respektperson für alle. Ich kann nur schätzen, aber Barnie gehört sicher zu den Blau-Weiß-Spielern mit den meisten Einsätzen überhaupt. Selbst ein paar böse Verletzungen haben ihn nicht davon abgehalten, auch im hohen Fußballeralter jenseits der 30 Sonntag für Sonntag die Stiefel zu schnüren.

Der zweite Kicker aus dem Hause Niemann ist Hannes. Er ist sicherlich der Talentierteste der drei Brüder, aber das war ihm immer schon egal. Sein Motto „lääch-lääch“ sagt alles über ihn aus. Äußerlich ließ er es immer ruhig angehen, aber auf dem Platz konnte er auch anders. Sein Revier war die rechte Außenbahn und die hat er jedes Wochenende 90 Minuten lang beackert. Feine Technik und eine Bierruhe machten ihn zu einer sicheren Anspielstation und sein Spielverständnis blitzte immer wieder auf, wenn er den tödlichen Pass auf die Stürmer in die Spitze spielte. Hannes konnte auch eine richtige Zecke auf dem Platz sein und wurde deshalb häufig mit Sonderaufgaben betreut. Das hieß dann: Gegnerischen Spielmacher ausschalten. Da waren Hannes alle Mittel recht. Im US-amerikanischen Basketball nennt man sowas Trash-Talk, im Emsland wohl eher pägeln oder piesacken. Das konnte er und nicht selten ging sein Gegenspieler völlig entnervt frühzeitig vom Platz. Insgesamt hat Hannes sein Talent meiner Meinung nach nicht voll ausgenutzt. Ich bin sicher, mit etwas mehr Fleiß und Training hätte er höher spielen können. Aber das wollte er gar nicht. Er hatte Spaß am Spiel, aber noch mehr Spaß nach dem Spiel. Er ist stark am Glas und hat den jungen Spielern in der 1. Herren oftmals gezeigt, wo das gefährliche Ende von der Theke ist. Auch ich musste da so meine Erfahrungen machen und bin auch schon mal unter die Räder gekommen.

Der jüngste im Bunde ist Helmut, auch Snalle genannt. Snalle hatte schon früh andere Prioritäten gesetzt und Fußball stand nicht an seiner ersten Stelle. Daher pendelte er oft zwischen 1. und 2. Herren. Als Linksfuß habe ich manchmal mit ihm auf einer Seite gespielt. Helmut war ein Spaßvogel, der immer einen Spruch auf den Lippen hatte. Auf sein Äußeres hat er stets viel Wert gelegt, so dass er vor allem beim weiblichen Publikum gut ankam. Auf dem Platz war er flexibel einsetzbar, meistens in der Abwehr oder im Mittelfeld. Feine Technik und ein gutes Kopfballspiel prägten seinen Spielstil. Aber im Vergleich zu seinen Brüdern war Helmut eher der Unauffällige der drei.

Das ein oder andere Spiel habe ich mit allen dreien gemeinsam spielen dürfen. Hängen geblieben ist aber vor allem die Lockerheit und der Humor der Brüder. Die Niemänner waren echte Kreisligakicker, die Spaß am Spiel hatten, aber die 90 Minuten insgesamt nicht allzu ernst genommen haben. Es gab andere, vielfach wichtigere Dinge in ihrem Leben. Daher denke ich bei den Brüdern mehr an Begegnungen abseits des Platzes als auf dem Platz. Würde mich freuen, die Drei mal wieder gemeinsam zu treffen. Vielleicht klappt es ja Kirmes!

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Der SV-70: Der blau-weiße Dienstwagen

Der VW Multivan wird 70. Das Fahrzeug, besser bekannt unter der Bezeichnung „Bulli“ steht wie kein anderes für Freiheit, Individualität, Coolness, Grenzenlosigkeit, aber auch Hippietum, Peace, Festivals und viel Spaß. Nun, auch bei Blau-Weiß war der VW Bulli Programm. Es gab eine Reihe von Fahrzeugen, die jahrelang seit den Achzigern bei Heini Gerdes in der Scheune standen und vom Verein genutzt wurden. Keines der Autos hatte wirklich etwas mit Freiheit oder Coolness zu tun. Karges Design, weiß lackiert und ohne jeden Komfort warteten die Bullis auf ihren nächsten Einsatz. Es waren Ackergäule, die verdammt nochmal ihre Pflicht erfüllen mussten – die Kicker von Blau-Weiß zum nächsten Auswärtsspiel kutschieren.

Und doch tanzte einer der blau-weißen Bullis aus der Reihe: Der SV 70 (Kennzeichen: EL-SV-70). Ich bin sicher, dass jeder Dörper Kicker zwischen 1980 und 2000 sich an den SV 70 erinnern kann. Der VW Bus der Baureihe T3 war das Urgestein des blau-weißen Fuhrparks und verdient es, besonders geehrt zu werden.

Ich selber hatte meine ersten Auswärtsfahrten mit dem SV 70 in der E-Jugend. Mit Kult hatte das damals rein gar nichts zu tun: Brettharte Sitzbänke in hornhaut-umbra, ein Lenkrad so groß wie ein Mühlenstein (und genauso schwer zu bewegen), ein Schaltknüppel so lang wie ein Straßenbesen und eine Musikanlage in Mono, die ihren Namen eigentlich nicht verdient hatte. Er war nicht cool, er war funktional. Schokolade, Kaugummi oder Überreste des Milchshakes nach dem Kurzstopp bei McDonalds konnten dem SV nichts anhaben. Bei den Bezügen aus imitiertem Lederimitat hatten Flecken keine Chancen.

Kurzum: Das Ding war so uncool wie der kleine Dicke mit Brille, der im zu engen Trikot jeden Samstag auf der Ersatzbank saß. Eigentlich wollten alle beim Trainer mitfahren. Der fuhr damals einen feuerroten Audi 80 mit Mörder-Boxen in Form eines 3DF-Mauersteins auf der Hutablage und einem Sound, der dem Rock-Himmel sehr nahe kam. Wir hörten Bruce Springsteen und waren die größten – wenn wir einen der 4 Sitzplätze ergatterten. Wenn nicht, mussten wir im SV 70 Platz nehmen und damit schon vor dem Spiel die erste Niederlage einstecken.

Der SV 70 begleitete mich bis zur Herrenmannschaft. Bis dahin sorgte er immer wieder für Aufsehen. Nicht selten ist er irgendwo auf dem Hümmling zwischen Werpeloh und Lorup liegen geblieben. Unerreicht die Aussage von Gebrauchtwagenspezialist Heinrich A., nachdem unser D-Jugendbetreuer sonntags morgens an der Tanke einen Kupplungsschaden diagnostizierte:“ Der braucht keine Kupplung – einfach die Gänge reindrücken, das kann der ab!“. Genau so sind wir dann bis nach Surwold und zurück gefahren.  Ich bezweifle, dass  die Kupplung je repariert wurde.

Meine letzte Erinnerung an den SV 70 habe ich aus der Zeit der 1. Herren. Es war Anfang der Neunziger. Die Mannschaftsfahrt der 1. Herren führte nach Holland, genauer gesagt in einen Center Park in der Nähe von Amsterdam. Ich war zu der Zeit A-Jugendspieler, der ein paar Mal aushelfen und in den Herrenbereich hineinschnuppern durfte. Das reichte, um eingeladen zu werden. Während der Mannschaftsfahrt gab es einen Ausflug in die Innenstadt von Amsterdam. Als wir zurück zum Parkplatz kamen, war der SV 70 nicht mehr weiß. In orangefarbener Schrift prangte das Wort HOLLAND auf beiden Seiten des Autos. Die Graffiti-Schrift ließ sich ohne professionelle Hilfe nicht beseitigen.

Zu gerne würde ich wissen, was aus dem SV 70 geworden ist. Vielleicht ist er immer noch im Einsatz und führt heute nepalesische Sherpas zum Basiscamp, um neureiche westliche Yuppies zum Mount Everest zu begleiten. Oder er hat mittlerweile Zebrastreifen und kutschiert Safari-Urlauber durch das Okavango Delta. Vielleicht ist der SV 70 aber immer noch im sportlichen Einsatz und fährt wie vor 30 Jahren 12-jährige Rotzlöffel zum Auswärtsspiel und nimmt geduldig Sand, Dreck und Milchshake-Flecken hin.

Wie auch immer – wenn wir über Legenden von Blau-Weiß Dörpen reden, darf der SV meiner Meinung nach nicht fehlen!

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Nachtrag zu “Dörpens beste Ballermänner”

Vor einigen Tagen hat uns ein Kommentar von “Lütken O.” erreicht, der uns Jungspunden auch einmal die Ballermänner aus der weiteren Vergangenheit beschreibt:
“1. H. Kuper
Gerd Rubenbauer würde ihn einen “Wuseler” nennen. Unermüdlich, unnachahmlich, unbequem zu spielen. Der Strafraum war sein Zuhause und er hat in jeden Spiel jeden einzelnen Quadratmeter davon umgepflügt. Ein Typ wie Omas Wandschrank, der keinen Zweikampf gescheut hat und immer da war, wo es es weh tat – meistens tat es dann den anderen weh. Tore hat er wie am Fließband geschossen, mal in Gerd-Müller-Manier halb im Liegen, mal mit einem Kopfball von der 16er Linie, der die Wucht von George Foremans rechter Geraden hatte.

2. J. Seitz
Einer der ersten Legionäre bei Blau-Weiß, der Anfang der 90er zur Mannschaft stieß. Ein baumlanger Stürmer, der stark an Peter Crouch erinnert und auf den ersten Blick als Center im Basketball besser aufgehoben scheint. Nicht schnell, nicht laufstark, aber unorthodox erfolgreich. Ein echter Gentleman, auf und neben dem Platz. Ein Instinktfußballer, der oftmals die entscheidenden Buden gemacht hat.

3. J. Mester
Haben wir bei Nummer 2 eher an einen Basketballer gedacht, denken wir bei J. Mester eher an einen kenianischen Marathonläufer oder einen Balletttänzer. Er brachte zu seiner aktiven Zeit sicherlich keine 60 kg auf die Waage, war dafür aber pfeilschnell und unglaublich stark im Abschluss. Aus der Tiefe des Raums musste nur ein Pass nach vorne kommen, den Rest erledigte J. Auch modisch unterschied er sich stark von Mitspielern und Gegnern, hatte er doch den 80er Trend der blondierten Nackenmatte nie wirklich aufgegeben.

Es gibt sicher noch viele weitere Stürmer-Asse von Blau-Weiß, aber diese drei sind mir besonders im Gedächtnis geblieben.

Abschließend noch eine kleine Anmerkung: Das Zitat “Lang auf Jürgen” gab es tatsächlich, bezog sich seiner Zeit aber nicht auf Jotti, sondern auf Jürgen Liesen. Der war ein paar Jahre vorher aktiv und sein Vater (zeitgleich Trainer) hat mit diesem Satz die Spielweise von Jürgen treffend zusammengefasst.”

Vielen Dank für diesen Kommentar, wir nehmen gerne weitere Spieler oder andere Anekdoten von früher auf :)

Eure 11thekenfreunde

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Dörpen im Trend der Zeit – es geht hoch hinaus

Der Jubel war riesig nachdem der SV Meppen nach Jahren der Abstinenz endlich wieder in den Profi-Fußball aufgestiegen ist. Durch den Aufstieg wird im Verein nun vieles umstrukturiert und mit Ronald Maul konnte ein ehemaliger Nationalspieler als Geschäftsführer dazu gewonnen werden.

Dieses nimmt sich derzeit auch unser S.V. Blau-Weiß Dörpen als Vorbild und konnte gleich zwei Hochkaräter verpflichten. Zum einen wäre da der Aufstiegsheld der Oberliga-Mannschaft und ehemaliger Kapitän des SV Meppen. Für Furore sorgte dieser nachdem er in 3 Jahren als Trainer bei Sparta Werlte dezente Akzente in der Kreisliga setzte. So wurde in Jahr 1 unter ihm ein guter 12 Platz erreicht, der im nächsten Jahr durch Platz 7 nochmals getoppt wurde, ehe mit Platz 10 in der letzten Saison der gesicherte Mittelfeldplatz gehalten werden konnte. Na wenn das mal kein Bewerbungsschreiben ist! Nun kehrt also ein hohes Maß an Professionalität in Dörpen ein und dem Teammanager ist ein absoluter Glücksgriff auf dem Weg in die höheren Liga gelungen.

Apropos Teammanager: Auch da hat Blau-Weiß einen dicken Fisch an Land gezogen. Seit dieser Saison leitet er die Geschicke im und rund um den Verein. Spielerverträge ausarbeiten, neue Spieler verpflichten und sich um fehlendes Trainingsmaterial zu kümmern – das sind nur einige seiner Aufgaben in der neu-geschaffenen Position. Durch seine vielen Kontakte in die regionale Fußballszene und seine Mitgliedschaft im Förderverein ist diese Position wie für ihn geschaffen. Und fähige Leute braucht der Verein immer! So haben gute Teammanager in Lingen und Holthausen/Biene es bis in die Oberliga geschafft, letzterer hat sogar an der Tür zur Regionalliga gekratzt. Ähnlich erging es auch dem SV Haseldünne, der einen Durchmarsch in höhere Ligen anpeilte. Dies wird bestimmt auch in Dörpen möglich sein, wenn man sich voll reinhängt.

Deshalb begrüßen die 11Thekenfreunde das neue Gespann recht herzlich beim RB Dörpen… ähm nein BW Dörpen. Auf gutes Gelingen!

P.S. Aus sicheren Kreisen haben wir in Erfahrung bringen können, dass die Verpflichtung eines Pressesprechers unmittelbar bevorsteht. Es wird nur noch eine Frage der Zeit sein, bis auch dieser Posten auf dem Weg in den Profi-Fußball besetzt wird.

Wir bleiben dran…

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